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	<title>FV GEWI &#8211; gezeit</title>
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	<description>Zeitschrift der FV GEWI</description>
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		<title>Editorial: &#8222;Naturgewalten&#8220;</title>
		<link>https://gewi.bagru.at/gezeit/archiv/2016/editorial-naturgewalten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FV GEWI]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Oct 2016 13:15:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2016]]></category>
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					<description><![CDATA[endlich. die neue gezeit. mal wieder. Wir von der GEWI sind jedes Mal wieder erstaunt, wie viel Zeit es in Anspruch nimmt von der Idee zur fertigen Ausgabe. Deswegen sind wir umso stolzer, diese jetzt hier verdinglicht vor uns zu&#8230; <a href="https://gewi.bagru.at/gezeit/archiv/2016/editorial-naturgewalten/" class="more-link">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>endlich. die neue gezeit.<br />
mal wieder.</h2>
<p>Wir von der GEWI sind jedes Mal wieder erstaunt, wie viel Zeit es in Anspruch nimmt von der Idee zur fertigen Ausgabe.<br />
Deswegen sind wir umso stolzer, diese jetzt hier verdinglicht vor uns zu haben.</p>
<h1>»Naturgewalten«</h1>
<h2>zur Schreckensgeschichte moderner Herrschaftsverhältnisse</h2>
<p>Auch moderne Herrschaftsverhältnisse sind hochgradig widervernünftig. Sie umfassen und begünstigen ebenso unfassbares wie unnötiges menschliches Leid – vor allem durch Mangel und Gewalt. Dennoch wird permanent versucht, diesen Verhältnissen einen ›natürlichen‹, allenfalls universalen und überhistorischen ›Sinn‹ anzudichten. Dabei geht es vor allem um variierende Komplexe aus Religion und Sexismus sowie Rassismus, Antisemitismus und völkischem Nationalismus. Das Grundmuster derselben ist zumeist autoritär und sozialdarwinistisch. Der entsprechenden Gewalt geht dabei immer die imaginäre Naturalisierung der prospektiven Opfer voraus: Als ›Ungeziefer‹, ›Parasiten‹ und so weiter. »Die Ideologie ist keine Hülle mehr, sondern das drohende Antlitz der Welt. Nicht nur kraft ihrer Verflechtung mit Propaganda, sondern der eigenen Gestalt nach geht sie in Terror über.« (Adorno 1954: 263) Solche zutiefst menschenfeindliche Gegenaufklärung mythologisiert und naturalisiert – rechtfertigt – zugleich moderne Herrschaftsverhältnisse; damit entsprechendes Leid und Gewalt – und geriert sich dabei bevorzugt selbst als wissenschaftliche Aufklärung (vgl. Adorno / Horkheimer 1947, Busch u.a. 2016, Mayer / Weidinger 2016: 60-63, Stögner 2014).</p>
<p>Diese Tendenzen bestehen jedoch in einem komplexen Konflikt mit herrschaftskritischer Aufklärung. Durchaus auch in Personalunion. Ein prominentes Beispiel hierfür ist Charles Darwin, mit Herbert Spencer wesentlicher Theoretiker des Sozialdarwinismus. Dessen zentrale Theorie war zugleich aufklärerisch (weil religionskritisch) und gegenaufklärerisch (weil herrschaftsaffirmativ qua Naturalisierung). Im Sozialdarwinismus wird der durch moderne Herrschaftsverhältnisse induzierte Konkurrenzkampf um angeblich ›natürlich‹ knappe Ressourcen und relative Herrschaft auf die Tier- und Pflanzenwelt übertragen – und dann von dort zurückübertragen auf die Gesellschaft. Damit wird der Hobbes’sche Alptraum eines Kampfes Aller gegen Alle zum ›natürlichen Gesetz‹ der Menschheitsgeschichte verklärt. Diese Setzung wurde auch durch Thomas Malthus inspiriert, der dem bis heute virulenten Mythos der imaginären ›Überbevölkerung‹ angesichts ›knapper Ressourcen‹ erste wissenschaftliche Weihen verliehen hat. So auch Gobineau, Hitler, Sarazin, Strache und so fort (vgl. Stapelfeld 2010: 134):<br />
»Es ist merkwürdig, wie Darwin unter Bestien und Pflanzen seine englische Gesellschaft mit ihrer Teilung der Arbeit, Konkurrenz, Aufschluß neuer Märkte, ›Erfindungen‹ und Malthusschem ›Kampf ums Dasein‹ wiedererkennt. Es ist Hobbes’ bellum omnium contra omnes, und es erinnert an Hegel in der ›Phänomenologie‹, wo die bürgerliche Gesellschaft als ›geistreiches Tierreich‹, während bei Darwin das Tierreich als bürgerliche Gesellschaft figuriert.« (MEW 30: 249)</p>
<p>Die sozialdarwinistische Vorstellung der ›Natürlichkeit‹ des Kampfes oder gar Krieges Aller gegen Alle wurde schließlich in Verbindung mit eugenischen, völkisch-nationalistischen sowie (damit) antisemitischen Vorstellungen im Nationalsozialismus zum bisher äußersten Terror getrieben. Zur totalen Gewalt gegen alle angeblichen ›Untermenschen‹ und vor allem die darüber hinaus ›Überwertigen‹ des angeblich weltbeherrschenden und zersetzenden ›jüdischen Prinzips‹.</p>
<p>Dies wurde und wird durch moderne Herrschaftsverhältnisse begünstigt, jedoch nicht erzwungen. Diese sind hochgradig verselbstständigt und zunehmend abstrakt, sind entsprechend schwer zu begreifen und bleiben (damit) gegenüber den Einzelnen real übermächtig. Sie erscheinen diesen oft verzerrt bis verkehrt – als unveränderbare ›Naturgewalten‹, werden ihnen – uns – zur ›zweiten Natur‹. »Universal sind Ahnung und Angst, Naturbeherrschung webe durch ihren Fortschritt immer mehr mit an dem Unheil, vor dem sie behüten wollte, an jener zweiten Natur, zu der die Gesellschaft gewuchert ist.« (Adorno 1986: 73f) So können moderne Herrschaftsverhältnisse zunächst als sich selbst mystifizierende und instrumentell-rationale Verselbständigung der inneren und äußeren Naturbeherrschung verstanden werden. Also zeit/räumlich variierender, institutionalisierter und subjektivierter in/direkter Zwang. Autoritarismus, abgesichert durch Mythologie, Belohnung und Bestrafung. Libidnös gebunden, gesichert durch Gewalt und deren Androhung. Dies verfestigt sich durch Real/angst in mehr oder weniger unbewusste Denk-, Fühl- und Handlungsschemata. Zunächst (natur-) religiös und zunehmend patriarchal, feudal und schließlich – besonders gewalttätig – (kolonial) nationalstaatlich und kapitalistisch.</p>
<p>Instrumentell-rationales funktionieren, (politische) Gewalt und Besitz werden dabei tendenziell ›maskulinisiert‹. Im untergeordneten Gegensatz dazu wird (vermeintliche) Schwäche und (erotische) Sinnlichkeit naturalisierend ›femininisiert‹ – und als solche domestiziert, abgewertet, verfemt. (Unbewusst) beneidet und darum oftmals gehasst. Galanterie und Verachtung. ›Die Frau‹ soll grundsätzlich passiv sein und wird im Extrem durch Gewalt zum Objekt degradiert. Zur ihr immer noch zugeordneten ›unproduktiven‹, jedoch real lebensnotwendigen Reproduktion kommt vermehrt prekäre Lohnarbeit hinzu. Der kapitalistische Verwertungszwang, der fetischisierte Wert, gilt dagegen als ›produktiv‹ und wird maskulinistisch konnotiert (Adorno u.a. 1973, Adorno / Horkheimer 1947, Bennent 1985, Pohl 2004, Scholz 2011).</p>
<p>Mit der extrem gewaltsamen Durchkapitalisierung und Durchstaatlichung der Welt wird Herrschaft darüber hinaus zunehmend subjektlos und abstrakt, also für die Einzelnen kaum durchschaubar und (auch dadurch) übermächtig. Die Welt wird politisch und ökonomisch hierarchisch durchkonkurrenziert. Auf Grundlage des jeweiligen Sondereigentums müssen nun alle Kapitaleinheiten mit billigeren Ressourcen und Arbeitskräften mehr verkaufen als die Konkurrenz. Andernfalls gehen sie bankrott, sind vom ›sozialen Tod‹ bedroht. Die durch den konkurrenziellen Verwertungszwang gesetzte (technologische) Steigerung der Produktivkräfte macht die Träger*innen der Ware Arbeitskraft krank bis überflüssig und lässt ihnen kaum mehr Zeit und Energie für Muße und Vernünftiges (vgl. Adorno 2003, Elbe u.a. 2012, MEW 23ff, Schatz 2004). Dagegen könnte die Überwindung moderner Herrschaft objektiv Luxus für alle bedeuten. Leider reagieren die entsprechenden Subjekte oft reaktionär bis regressiv auf ihre Misere – veranstalten konformistische Revolten: suchen, erfinden und verfolgen angebliche Schuldige. Personalisieren globale Krisenprozesse und Stigmatisieren die prospektiven – ›fremden‹, oft jüdischen – Opfer (vgl. Grigat 2016: VIIIff). Sie pflegen so »die Verherrlichung einer konkretistisch verklärten, organischen, authentischen, schicksalhaften und harmonischen Gemeinschaft, die gegen eine chaotisch-abstrakte, entfremdete, zersetzende, künstliche, unmoralische, materialistische, widersprüchliche und letztlich mit ‚den Juden‘ assoziierte [›westlich-moderne‹] Gesellschaftlichkeit in Anschlag gebracht wird.« (ebd. XII)</p>
<p>So wird mit hierarchisiertem Konkurrenzkampf und infolge (psychischer) Gewalt ein (kollektiver) Narzissmus kultiviert, der zugleich permanent gekränkt wird: Das großteils nur imaginär ›selbstbestimmte‹ bis ›großartige‹ Kollektiv/subjekt changiert zwischen verleugneter Ohnmacht und Leidenserfahrung sowie dem vermeintlich gegensätzlichen Wunsch nach Allmacht sowie ›Einheit‹ und ›Reinheit‹ (vgl. Heim 1992). Das sucht es nicht selten durch (affektive) Identifizierung mit Herrschaft und extreme Gewalt zu erreichen: mit mächtigen und vermeintlich harmonischen Kollektiven und Autoritäten (Staat, Nation, Militär, Religion, Partei, Ethnie etc.). (vgl. Busch u.a. 2016, Lohl 2010, Pohl 2010).</p>
<p>Wo Kooperation besteht, dient diese also primär der (vermeintlichen) Abwehr von und dem Kampf gegen Andere – in einer Gesellschaft der diffusen Angst – vor unbegriffenen und unberechenbaren Bedrohungen, besonders in den notwendig ausbrechenden Krisenzeiten. Jedoch auch der Realangst vor der alltäglichen psychischen bis hin zur akzidentell ausagierten, überall kultivierten und zum Teil hochtechnologisierten, regressiven bis reaktionären Gewalt. Realangst vor dem Versagen in der Konkurrenz, davor, für die herrschenden Verhältnisse überflüssig zu werden.</p>
<p>Dies führt oft zu emotionaler Verhärtung, zu Indifferenz gegenüber menschlichem Leid. Zu Verdrängung und Verleugnung von Erfahrung und Geschichte, zu einer regelrechten Panzerung des – dann strukturell ›männlichen‹ – Subjekts. Dieses ist tendenziell sadomasochistisch, konformistisch und autoritär. Potentiale individueller Freiheit werden vielfach ausgetrieben und wo noch vorhanden kaum wahrgenommen. Es erhält dennoch nicht selten eine zwanghaft ›freundliche‹ Erscheinung. Soziale Beziehungen vermag es sich im Extrem nur noch instrumentell sowie in Form psychischer und physischer Gewalt vorzustellen (Adorno u.a. 1973, Körner 2008, Pohl 2004, Theweleit 1986).</p>
<p>So entwickelt diese Subjektform schon durch ihre Konstituierung starke Ressentiments. Insbesondere einen irrationalen Hass auf alle, die sich (vermeintlich) gönnen, was es selbst nicht zulassen darf und will: Nicht-Arbeit, Atheismus, (abweichende) ›feminine‹ Sexualität, Hingabe und Sinnlichkeit&#8230; Kurzum: was sich real oder vermeintlich den Zumutungen moderner Herrschaftsverhältnisse widersetzt. »Die Gründe für die Ausbildung und Verhärtung von Ressentiments sind also im hassenden Subjekt zu suchen, in seinen verdrängten Wünschen [und Ängsten], unerfüllten Sehnsüchten, uneingestandenen Verletzungen und Kränkungen. Verkürzt gesagt: Es ist das, was man selbst nicht haben kann und nicht einmal wünschen darf, was dem Anderen zugeschrieben und an diesem gehasst wird.« (Mayer / Weidinger 2016: 58, vgl. auch Adorno u.a. 1973, Busch u.a. 2016, Pohl 2010, Radonic 2004, Stögner 2014).</p>
<p>Mit der vorliegenden Zeitschrift möchten auch wir einen Beitrag zur Kritik moderner Herrschaftsverhältnisse leisten, also zur Voraussetzung einer befreiten Gesellschaft, in der man »ohne Angst verschieden sein kann« (Adorno 2003: 116). Eine freie Assoziation freier Individuen, in der ohne Geld, Tausch- und Arbeitszwang, ohne Sondereigentum an Produktionsmitteln bedürfnisorientiert produziert wird. Für den objektiv möglichen Luxus für alle, ohne Not und Mühsal.</p>
<h3>Literatur:</h3>
<ul>
<li>Adorno, Theodor W. u.a. (1973): Studien zum autoritären Charakter. Frankfurt am Main: Suhrkamp.</li>
<li>Adorno, Theodor W. (1954): Beitrag zur Ideologienlehre. In: ders (Hg.): GS, Soziologische Schriften I. Frankfurt am Main: Suhrkamp.</li>
<li>Adorno, Theodor W. (1986): Negative Dialektik. Frankfurt am Main: Suhrkamp.</li>
<li>Adorno, Theodor W. (2003): Minima Moralia. Reflexionen aus dem beschädigten Leben. Frankfurt am Main: Suhrkamp.</li>
<li>Adorno, Theodor W. / Horkheimer, Max (1947). Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente. Amsterdam: Querido.</li>
<li>Bennent, Heidemarie (1985): Galanterie und Verachtung. Eine philosophiegeschichtliche Untersuchung zur Stellung der Frau in Gesellschaft und Kultur. Frankfurt/New York: Campus.</li>
<li>Busch, Charlotte (Hg. u.a.) (2016): Schiefheilungen. Zeitgenössische Betrachtungen über Antisemitismus. Wiesbaden: Springer.</li>
<li>Elbe, Ingo (Hg. u.a.) (2012): Anonyme Herrschaft. Zur Struktur moderner Machtverhältnisse. Münster: Westfälisches Dampfboot.</li>
<li>Grigat, Stephan (2016): Kritik des Antisemitismus als Gesellschaftskritik. Judenfeindschaft, antikapitalistisches Ressentiment und Israelhass. Ein Vorwort. In: Busch, Charlotte (Hg. u.a.): Schiefheilungen. Zeitgenössische Betrachtungen über Antisemitismus. Wiesbaden: Springer, S. VII-XIV</li>
<li>Heim, Robert (1992): Fremdenhaß und Reinheit – die Aktualität einer Illusion. Sozialpsychologische und psychoanalytische Überlegungen. Psyche, 46, 8-1992, S. 710-729.</li>
<li>Imbusch, Peter (Hg.) (2012): Macht und Herrschaft. Sozialwissenschaftliche Theorien und Konzeptionen. 2. erw. Aufl., Wiesbaden: Springer.</li>
<li>Körner, Jürgen (2008): Der ressentimentgeladene Gewalttäter. Psyche, 62, 9-10-2008, S. 905-928.</li>
<li>Lohl, Jan (2010): Gefühlserbschaft und Rechtsextremismus. Eine sozialpsychologische Studie zur Generationengeschichte des Nationalsozialismus. Gießen: Psychosozial.</li>
<li>MEW 23, Marx, Karl (1867): Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. 1. Band. Berlin: Karl Dietz 2008.</li>
<li>MEW 24, Marx, Karl (1886) Das Kapital. Der Zirkulationsprozeß des Kapitals. 2. Band. Karl Dietz 2008.</li>
<li>MEW 25, Marx, Karl (1894): Das Kapital. 3. Band. Der Gesamtprozess der kapitalistischen Produktion. Berlin: Karl Dietz 2008.</li>
<li>MEW 30, Marx, Karl / Engels, Friedrich (1864): Briefe. Januar 1860 – September 1864. Berlin: Karl Dietz 1974.</li>
<li>Mayer, Stefanie / Weidinger, Bernhard (2016): Pädagogik gegen Rechts: ein Kampf gegen Windmühlen? Gesellschaftliche Beschränkungen politischer Bildungs- und Präventionsarbeit. In: Bechter, Nico (Hg. u.a.): Rechtsextremismus. Band 2: Prävention und politische Bildung. Wien: Mandelbaum, S. 57-75.</li>
<li>Pohl, Rolf (2004): Feindbild Frau. Männliche Sexualität, Gewalt und die Abwehr des Weiblichen. Hannover: Offizin.</li>
<li>Pohl, Rolf (2010): Der antisemitische Wahn. Aktuelle Ansätze zur Psychoanalyse einer sozialen Pathologie. In: Follert, Guido (Hg.): Konstellationen des Antisemitismus. Antisemitismusforschung und sozialpädagogische Praxis. Wiesbaden: VS, S. 41-68.</li>
<li>Radonic, Ljiljana (2004): Die friedfertige Antisemitin? Kritische Theorie über Geschlechterverhältnis und Antisemitismus. Frankfurt am Main: Peter Lang.</li>
<li>Salzborn, Samuel (2016): Weltanschauung und Leidenschaft. Überlegungen zu einer integrativen Theorie des Antisemitismus. In: Busch, Charlotte (Hg. u.a.): Schiefheilungen. Zeitgenössische Betrachtungen über Antisemitismus. Wiesbaden: Springer, S. 13-217.</li>
<li>Schatz, Holger (2004): Arbeit als Herrschaft. Die Krise des Leistungsprinzips und seine neoliberale Rekonstruktion. Münster: Unrast.</li>
<li>Scholz, Roswitha (2011): Das Geschlecht des Kapitalismus: Feministische Theorien und die postmoderne Metamorphose des Kapitals. 2. erw. Aufl., Bad Honef: Horlemann.</li>
<li>Stapelfeldt, Gerhard (2010): Neoliberalismus – Autoritarismus – strukturelle Gewalt. Aufsätze und Vorträge zur Kritik der ökonomischen Rationalität. Hamburg: Kovač.</li>
<li>Stögner, Karin (2014): Antisemitismus und Sexismus. Historisch-gesellschaftliche Konstellationen. Baden Baden: Nomos.</li>
<li>Theweleit, Klaus (1986): Männerphantasien. Band 1: Frauen, Fluten, Körper, Geschichte. Band 2: Männerkörper. Zur Psychoanalyse des weißen Terrors. Frankfurt am Main: Stroemfeld / Roter Stern.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Editorial</title>
		<link>https://gewi.bagru.at/gezeit/archiv/2015/editorial-4/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FV GEWI]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 May 2015 13:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2015]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir von der GEWI sind jedes Mal wieder erstaunt wie viel Zeit es in Anspruch nimmt von der Idee zur fertigen Ausgabe. Deswegen sind wir umso stolzer, diese jetzt hier materiell vor uns zu haben. In dieser Ausgabe hatten wir&#8230; <a href="https://gewi.bagru.at/gezeit/archiv/2015/editorial-4/" class="more-link">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<section id="body">
<div class="inner">
<p>Wir von der GEWI sind jedes Mal wieder erstaunt wie viel Zeit es in Anspruch nimmt von der Idee zur fertigen Ausgabe. Deswegen sind wir umso stolzer, diese jetzt hier materiell vor uns zu haben.</p>
<p>In dieser Ausgabe hatten wir den Schwerpunkt KÖRPER # MACHT # SEX und fast alle Artikel kreisen um diesen und dessen verschiedene Verschränkungen.<br />
Wir wollten einen Blick auf universitäre Herrschaftsverhältnisse werfen und welche Körperpolitiken diese zur Folge haben.</p>
<p>Es gab viele Einreichungen und wir haben uns über alle gefreut, auch wenn es nicht alle in diese Ausgabe geschafft haben.<br />
Wir riefen dezidiert Menschen zum Einreichen auf, die noch nie in der Gezeit publiziert haben und wir sind stolz auf eine Gezeit, die ihrem eigenen Anspruch genüge getan hat. Es gibt wieder ein breites Spektrum.<br />
Das Thema Sexualität ist in vielen Artikeln virulent, auf ganz unterschiedliche Weise.<br />
Gerade gesellschaftlich unterrepräsentierte Formen von Sexualität finden sich in dieser Ausgabe. So wird über die Schwierigkeiten von Bisexualität und deren Akzeptanz geschrieben, genauso wie deren Missrepräsentation im Fernsehen. Gerade die Unsichtbarkeit von bisexuellen Menschen ist ein wenig beachtetes Thema; auch in der Schwul-Lesbischen Gemeinschaft, da Bi*s wahlweise als hetero- oder homosexuell wahrgenommen werden, als entweder noch nicht ganz schwul/lesbisch oder nur in einer Experimentierphase.<br />
Auch Transsexualität und Asexualität sind Thema in dieser Ausgabe.<br />
Die Überschrift „Wer krank ist, hat meist keine Lust auf Sex. Wer lustlos ist, ist womöglich krank.“ spricht schon das größte Vorurteil über Asexualität an. In dem Artikel „Körper, Macht und Normativität der Hochschule“ werden angelehnt an eigene Erfahrungen als Trans*-Person diskriminierende Strukturen beschrieben, die Trans*­Personen betreffen können und es werden konkrete Handlungs­ und Verbesserungsvorschläge aufgezeigt.<br />
Der Artikel „Biomacht und informelle Machtverhältnisse an der Universität“ beschreibt diskriminierende Strukturen zwischen dem „Lehrkörper“ und dem „Studikörper“. Ein anderes Thema, das uns alle auf der GEWI in letzter Zeit beschäftigt hat, war sexualisierte Gewalt und übergriffiges Verhalten vor allem auf Partys. Diese Diskussion findet nicht zuletzt seinen Niederschlag im Artikel „Love parties – hate sexism!“, welcher sich auch mit Campus Partys, Alkohol und Zustimmungskonzept auseinander setzt.<br />
Die Gezeit wäre nicht die Gezeit, wenn sich nicht doch noch ein Artikel zur aktuellen ÖH-Politik und den Wahlen darin finden würden und damit starten wir dann auch gleich und wünschen euch ein interessantes und erkenntnisreiches Lesevergnügen.</p>
<p>P.S.: Die hier abgedruckten Artikel spiegeln nicht eins zu eins die Meinung der GEWI und damit tun wir das, was in Österreich so unglaublich im Trend liegt und distanzieren uns im Vorhinein schon mal von allem!</p>
</div>
</section>
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			</item>
		<item>
		<title>Editorial</title>
		<link>https://gewi.bagru.at/gezeit/archiv/2014/editorial-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FV GEWI]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Mar 2014 13:28:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2014]]></category>
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					<description><![CDATA[Diese Gezeit ist die erste der kommenden Ausgaben, die es sich zum Ziel gemacht hat, im größeren Rahmen einen kritischen Blick auf die 650-Jahr-Feier der Universität Wien („Besserwisserin“?) zu werfen. Die Universität feiert sich 2015 ein weiteres Mal selbst, ohne&#8230; <a href="https://gewi.bagru.at/gezeit/archiv/2014/editorial-2/" class="more-link">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<section id="mitte" class="grid_10">
<section id="body_content" class="no_side_body no_body_content_left no_body_content_right">
<section id="body">
<div class="inner">
<p>Diese Gezeit ist die erste der kommenden Ausgaben, die es sich zum Ziel gemacht hat, im größeren Rahmen einen kritischen Blick auf die 650-Jahr-Feier der Universität Wien („Besserwisserin“?) zu werfen.<br />
Die Universität feiert sich 2015 ein weiteres Mal selbst, ohne dabei einen selbstkritischen Blick auf ihre Geschichte oder die bildungspolitischen Zustände rund um universitäre Bildung fallen zu lassen. Das Bild, welches die Uni Wien verzweifelt von sich selbst vor und während des Jubiläumsjahres zeigen will, thematisiert weder die schlechten Studienbedingungen, wie zum Beispiel die STEOP und starke Zugangsbeschränkungen in einzelnen Fächern, noch die Geschichte und Verantwortung der Universität während des Austrofaschismus und Nationalsozialismus, sowie den jahrhundertelangen strukturellen Ausschluss von Frauen. Stattdessen wird eine kritische Geschichtsaufarbeitung konsequent ausgeblendet oder gar ein Opfermythos geschaffen, der die Beteiligung der Uni Wien an der Ausgrenzung und Verfolgung jüdischer und systemkritischer Studierender und Lehrender ausschließen will. Die Uni Wien feiert ihre Helden ohne sich mit manchen von ihnen allzu sehr befassen zu wollen (siehe z.B. den Artikel zu Franko). Ein Schelm, wer dabei denkt, die Uni Wien wolle sich selbst mit ihrer eigenen Abfeierung reinwaschen&#8230;<br />
Das Ziel der kommenden Ausgaben für die GeZeit ist es, eben jene Problemfelder der Geschichtsaufarbeitung kritisch aufzugreifen, den Finger in die offene Wunde zu legen und einen expliziten Gegenpol zur Erinnerungspolitik und zu den geplanten „Feierlichkeiten“ der Uni Wien zu schaffen. Da wir – im Gegensatz zur Uni Wien – sehr wohl der Meinung sind, dass sich Studierende mit der Vergangenheit und den aktuellen (bildungs-)politischen Ereignissen an der Uni Wien auseinandersetzen können und wollen, war und ist es uns ein Anliegen, hier eine Plattform zu schaffen.<br />
Die vorliegenden Artikel lassen sich grob in zwei Themenblöcke einteilen: Zum einen wird ein kritischer Blick auf den Umgang der Universität Wien mit der eigenen Geschichte in Form von u.a. Denkmälern, Büsten, Tafeln, als auch auf die Selbstinszenierung des eigenen Ökotops Universität Wien geworfen.<br />
Hier ist besonders die Kampagne „Besserwisserin seit 1365“ zu thematisieren. Die Universität stört sich nicht daran, ein Plakat, Taschen und Shirts mit einer weiblichen Silhouette zu verzieren und besitzt dann auch noch die Dreistigkeit, unterschwellig zu behaupten, Frauen seien seit 650 Jahren Teil des Systems Universität Wien. Und das, obwohl „Besserwisserinnen“ gerade einmal seit etwas mehr als 100 Jahren auf der Universität studieren können. Unser zweiter Themenschwerpunkt wird sich eben damit beschäftigen: der systematischen Exklusion von Frauen, ihrer Unterrepräsentation in der Geschichte und in symbolischem Gedenken, welche bis heute anhält und nur oberflächlich behandelt wird.</p>
<h3>Titelbild</h3>
<p>Deshalb haben wir uns auch dazu entschlossen vier bedeutende Wissenschaftlerinnen der Universität Wien auf das Cover dieser Gezeit Ausgabe zu geben [1].</p>
<p>Elise Richter war die erste Univerisitätsprofessorin Österreichs, sie wurde 1905 als erste Frau an der Universität Wien habilitiert.</p>
<p>Gabriele Possanner von Ehrenthal war die erste Frau, die in Österreich eine Doktorwürde erhielt, sie studierte in der Schweiz. Um in Wien praktizieren zu können, musste sie alle Prüfungen noch einmal in Wien ablegen, damit ihr Abschluss anerkannt wurde.</p>
<p>Olga Ehrenhaft-Steindler war die erste Frau, die 1903 an der Universität Wien ein Doktorat in Physik erwarb.</p>
<p>Lise Meitner [&#8230;]</p>
<h3>Fußnote:</h3>
<p>1: Die auf dem Cover abgebildeten Bilder stammen alle von http://www.protestwanderweg.at/rahlg/rahlg_06.php [Zugriff 24.03.2014]</p>
</div>
</section>
</section>
</section>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>:bibini</title>
		<link>https://gewi.bagru.at/gezeit/archiv/2013/bibini/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FV GEWI]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Apr 2013 11:10:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2013]]></category>
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					<description><![CDATA[Linker Lesestoff Bibliotheken wie die Universitätsbibliotheken, die Nationalbibliothek oder Wienbibliothek sind wahre Riesen. Daneben gibt es aber auch kleinere Projekte, die sich dem einschlägigen Sammeln und Zur-Verfügung-Stellen von Büchern verschrieben haben. Eine solche Initiative ist die bibini: Die „Bibliotheksinitiative“ vernetzt&#8230; <a href="https://gewi.bagru.at/gezeit/archiv/2013/bibini/" class="more-link">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Linker Lesestoff</h2>
<p>Bibliotheken wie die Universitätsbibliotheken, die Nationalbibliothek oder Wienbibliothek sind wahre Riesen. Daneben gibt es aber auch kleinere Projekte, die sich dem einschlägigen Sammeln und Zur-Verfügung-Stellen von Büchern verschrieben haben. Eine solche Initiative ist die bibini: Die „Bibliotheksinitiative“ vernetzt verschiedene kleinere Bestände von Basis- und Institutsgruppen. Die gezeit hat einige der Leute getroffen, die am Auf- und Ausbau der bibini engagiert sind.</p>
<p><strong>gezeit: Erzählt doch mal wie ihr auf die Idee gekommen seid mit der Bibliotheksinitiative und was dort passiert!</strong></p>
<p>bibini-kollektiv: Begonnnen hat es damit, dass wir die GEWI-Bibliothek (Fakultätsvertretung GEWI, Anm.) wieder zugänglich machen wollten. In unseren Räumlichkeiten haben wir ein riesiges Bücherregal voll mit Büchern und teilweise haben wir selbst nicht mehr gewusst, was da so rumliegt. Als wir mit der Arbeit begonnen haben, war es wie eine Zeitreise durch die jahrzehntelange Auseinandersetzung mit Themen auf der GEWI. Neben zugekauften Büchern fanden sich auch Zeitschriften – wie die gezeit –, Broschüren, Flyer, Reader zu Lesekreisen und Workshops. Sehr spannend! Quasi ein kleines Archiv über die Arbeit und thematische Auseinandersetzung der letzten Jahrzehnte. Während wir begonnen haben das zu systematisieren und katalogisieren, haben wir uns gefragt, was für Schätze in anderen Räumen von Basis- und Institutsgruppen noch herumliegen müssen.</p>
<p><strong>gezeit: Und wie gings dann weiter?</strong></p>
<p>bibini: Es gab Vernetzungstreffen mit anderen autonomen Bibliotheksprojekten, wie der Bibliothek von unten in der Wipplingerstraße oder der Anarchistischen Bibliothek in der Lerchenfelderstraße – daraus entstand ein gemeinsamer Infofolder und ein Blog [1]. Parallel dazu haben einige von uns intensiv an der Homepage und der Suchoberfläche gebastelt. Bis jetzt haben sich vor allem andere Basisgruppen bei der bibini eingeklinkt, ihre eigenen Buch- und Medienbestän-de katalogisiert und über die bibi-ni zugänglich gemacht&#8230; Die /bin (Basisgruppe Informatik, Anm.), bagruThewi (Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Anm.) und bagruIE (Internationale Entwicklung, Anm.) sind inzwischen dazu- gestoßen. Insgesamt kommen wir auf rund 2000 Bücher.</p>
<p><strong>gezeit: Gibt es da Schwerpunkte in den Bibliotheken der bibini, oder ist da alles durcheinander gesammelt?</strong></p>
<p>bibini: Das ist unterschiedlich, je nach Bibliothek. Auf der /bin findet sich z.B. mehr zu Technik und IT, auf der IE wiederum mehr zu Entwicklungspolitik, die GEWI hat einen Schwerpunkt auf Gender- und Geschlechtsthematiken.<br />
Wobei aber alle Bibs auf linke emanzipatorische Themen fokussieren, insbesondere die Gender Studies sind bei allen stark vertreten.</p>
<p><strong>gezeit: Habt ihr den Plan das Projekt auszuweiten?</strong></p>
<p>bibini: Ja, klar. Wir freuen uns über alle weiteren kleinen Bibliotheken, die ihre Bestände erfassen und in den Katalog geben wollen! Und wir helfen auch gern mit Know-How und Technik. Darüber hinaus lebt das Projekt ja auch davon, dass sich Leute einbringen und es weiterentwickeln.</p>
<p><strong>gezeit: Wie kommen interessierte Leute an eure Bestände heran?</strong></p>
<p>bibini: Eigentlich haben alle beteiligten Bibs Journaldienste in denen die Bücher geborgt oder gelesen werden können. Genaue Infos am besten auf der bibini-Homepage nachsehen.</p>
<p><strong>gezeit: Ja, danke! Und noch viel Spaß beim Sammeln!</strong></p>
<p>Mehr Infos und den gesamten Katalog gibt’s auf: bibini.bagru.at und https://fv-gewi.at/projekte/bibliothek</p>
<p>[1] Blog von den autonomen Bibliotheksprojekten: http://radikalhatbestand.noblogs.org/</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Editorial</title>
		<link>https://gewi.bagru.at/gezeit/archiv/2013/editorial-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FV GEWI]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Apr 2013 11:05:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2013]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.fv-gewi.at/gezeit/?p=125</guid>

					<description><![CDATA[Lange Zeit gab es keine Ausgabe der GeZeit mehr, lange Zeit haben wir damit verbracht, einen Aufhänger zu suchen. Einen Anlass und somit einen Kontext, zu dem wir einen weiten Themenbogen spannen können, haben wir nun allerdings doch gefunden: Vom&#8230; <a href="https://gewi.bagru.at/gezeit/archiv/2013/editorial-3/" class="more-link">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Lange Zeit gab es keine Ausgabe der GeZeit mehr, lange Zeit haben wir damit verbracht, einen Aufhänger zu suchen. Einen Anlass und somit einen Kontext, zu dem wir einen weiten Themenbogen spannen können, haben wir nun allerdings doch gefunden: <strong>Vom 14. – 16. Mai findet die Wahl der Österreichischen HochschülerInnenschaft statt.</strong></p>
<p>Daher – und um euch die Zeit in den Vorlesungen etwas amüsanter zu gestalten – inkludiert dieses Exemplar unserer Zeischrift Informationen und somit hoffentlich etwas mehr Einsicht sowohl zu <strong>Basisdemokratie</strong> und <strong>Unipolitik</strong> als auch zu diversen Univertretungsfraktionen. Gesittet und gemäßigt, subtil und wertfrei fällt unser Beitrag zur ÖH-Wahl mit Gewissheit nicht aus, aber wir sind überzeugt, dass er gerade deshalb notwendig ist.</p>
<p>Eure GEWI</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein selbstbestimmtes Selbstverständnis</title>
		<link>https://gewi.bagru.at/gezeit/archiv/2010/ein-selbstbestimmtes-selbstverstaendnis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FV GEWI]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Oct 2010 18:46:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2010 #2]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.fv-gewi.at/gezeit/?p=109</guid>

					<description><![CDATA[Die gezeit versteht sich als kritisch-emanzipatorische Zeitung, die sich mit (Uni-)Politik und Gesellschaft auseinandersetzt und regelmäßig &#8211; unregelmäßig erscheint. Wir wollen nichts so hinnehmen, wie es ist und abseits vom Mainstream radikal und kompromisslos den Status-quo hinterfragen. Die gezeit ist&#8230; <a href="https://gewi.bagru.at/gezeit/archiv/2010/ein-selbstbestimmtes-selbstverstaendnis/" class="more-link">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<section id="body">
<div class="inner">
<p>Die gezeit versteht sich als kritisch-emanzipatorische Zeitung, die sich mit (Uni-)Politik und Gesellschaft auseinandersetzt und regelmäßig &#8211; unregelmäßig erscheint. Wir wollen nichts so hinnehmen, wie es ist und abseits vom Mainstream radikal und kompromisslos den Status-quo hinterfragen.</p>
<p>Die gezeit ist die Zeitung der FV GEWI (Fakultätsvertretung Geistes- und Kulturwissenschaften). Das heißt, dass die gezeit unabhängig von jeglicher externer Finanzierung (z.B. bezahlten Anzeigen) ist. Wir können somit auch Menschen für die Arbeit, die sie in die gezeit in Form von Artikeln, Layout, Lektorat etc. stecken, bezahlen. Trotzdem versteht sich die gezeit in erster Linie als gemeinsames politisches Projekt und nicht als Arbeitgeberin. Die gezeit ist dabei nicht völlig unabhängig von der GEWI, es gibt es viele inhaltliche und personelle Überschneidungen.</p>
<p>Unsere Entscheidungen entstehen basisdemokratisch auf offenen gezeit-Redaktionstreffen. Wir diskutieren bis wir einen tragbaren Konsens gefunden haben, wobei Hierarchien beständig abgebaut werden sollen. Wir fordern, dass alle Inhalte auch mit den Grundsätzen der GEWI vereinbar sind, beziehungsweise sie im Idealfall auch thematisieren. Diese sind: basisdemokratisch, emanzipatorisch, feministisch, antirassistisch, antifaschistisch, antiheteronormativ, undogmatisch, unabhängig.</p>
<p>Ganz konkret ergibt sich daraus ein Bekenntnis zu gendergerechter Sprache, da Sprache unsere gesellschaftliche Realität reflektiert und beeinflusst. (Nicht nur) Im Deutschen werden Frauen* leider meistens ausgelassen, es wird damit argumentiert, dass sie beim generischen Maskulinum „eh mitgemeint sind“. Wir wollen der Unterrepräsentation von Frauen* in Sprache und Gesellschaft entgegenwirken, daher erscheinen in der gezeit nur gesplittete (z.b: StudentIn, Student_in, Student*in) Artikel.</p>
</div>
</section>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Editorial</title>
		<link>https://gewi.bagru.at/gezeit/archiv/2010/editorial/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FV GEWI]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Oct 2010 18:45:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2010 #2]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.fv-gewi.at/gezeit/?p=106</guid>

					<description><![CDATA[Wer denkt es färben sich Blätter zu Unibeginn nur auf Bäumen bunt, irrt. Auch das Blatt in deinen Händen kleidet sich diesmal ganz in Rosarot, es schreit nach Aufmerksamkeit. Doch fragst du dich, was das jetzt soll, das zartrosa Papier&#8230; <a href="https://gewi.bagru.at/gezeit/archiv/2010/editorial/" class="more-link">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<section id="body">
<div class="inner">
<p>Wer denkt es färben sich Blätter zu Unibeginn nur auf Bäumen bunt, irrt. Auch das Blatt in deinen Händen kleidet sich diesmal ganz in Rosarot, es schreit nach Aufmerksamkeit.<br />
Doch fragst du dich, was das jetzt soll, das zartrosa Papier und der funkelnde Aufdruck – Kitsch etwa?</p>
<p>gezeit sagt laut Ja zum Kitsch und zur Fassade dieser Ausgabe und blickt zugleich dahinter. Sie erzählt von Hasen, Identitäten, Mauern, Mäntel, Nation, Parteien, Pillen, Religionen, Sonnenbrillen, Theorien uvm.. Texte mit rosa Zuckerguss, scharf-kritischem Inhalt und bunten Diskussionen finden sich hier zusammen und formen dieses artifiziell-superfizielle, gar tiefgründige Konstrukt vor dir.</p>
<p>Nun setz‘ sie schon auf, deine rosarote Brille!<br />
Damit das Papier deinen Augen weiß und blank erscheint. Damit die Buchstaben darauf endlich zu Bruchstücken, Ruinen oder Bausteinen deiner Realität werden. Viel Spaß!</p>
</div>
</section>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
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