{"id":477,"date":"2017-07-15T16:24:34","date_gmt":"2017-07-15T14:24:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fv-gewi.at\/gezeit\/?p=477"},"modified":"2018-07-14T16:28:58","modified_gmt":"2018-07-14T14:28:58","slug":"editorial-zum-menschenrecht-auf-beleidigtsein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gewi.bagru.at\/gezeit\/archiv\/2017\/editorial-zum-menschenrecht-auf-beleidigtsein\/","title":{"rendered":"Editorial: Zum Menschenrecht auf Beleidigtsein"},"content":{"rendered":"<h2>Eine Einleitung zu Antisemitismus und Geschlecht.<\/h2>\n<p>Antisemitismus und Geschlecht sind zwei zentrale Elemente moderner Herrschaftsverh\u00e4ltnisse. W\u00e4hrend alles eigene <i>Weibliche<\/i> &#8211; Passive, Sinnliche, Verletzliche etc. &#8211; zumeist verdr\u00e4ngt wird, soll es im Au\u00dfen tendenziell absoluter Kontrolle und Verf\u00fcgbarkeit unterliegen. Nur so ist die strukturell-m\u00e4nnliche Subjektform m\u00f6glich. Funktional, instrumentell-rational, imagin\u00e4r autonom und souver\u00e4n. Real bleibt diese libidin\u00f6s und reproduktiv vom <i>Weiblichen<\/i> abh\u00e4ngig und den gesellschaftlichen Zw\u00e4ngen und Prozessen gegen\u00fcber ohnm\u00e4chtig.<\/p>\n<p>Individueller und qua Identifikation kollektiver Narzissmus wird damit zu einem konstitutiven Moment. Sicherheit, Macht und Gl\u00fcck werden in imaginierten Kollektiven gesucht \u2013 im Postnazismus vor allem in Volksgemeinschaft und <i>Umma<\/i> sowie in ihren famili\u00e4ren und sonstigen Keimformen. Deren (verinnerlichte) Zw\u00e4nge und Zumutungen passen nicht recht zum narzisstischen Ideal der harmonischen Gemeinschaft und werden dem ausgemachten Juden projektiv angelastet. Letztlich soll dann von der Vernichtung alles \u201eJ\u00fcdischen\u201c das Gl\u00fcck der Welt abh\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Gelten in weiblichkeitsfeindlichen Projektionen deren Objekte als minderwertig, aber auch als verf\u00fchrerisch und damit moralisch zersetzend, wird J\u00fcdinnen und Juden dar\u00fcber hinaus eine globale \u00dcbermacht unterstellt. Sie steuern angeblich die weitgehend abstrakten und anonymen Herrschaftsverh\u00e4ltnisse der Moderne \u2013 vor allem Geld und Staaten, Krisen und Kriege. Die Herrschaftsverh\u00e4ltnisse selbst werden zumeist nicht in Frage gestellt, sondern im Abweichenden, Nicht-Identischen stellvertretend bek\u00e4mpft.<\/p>\n<p>Das Thema dieser Ausgabe ist also keineswegs beliebig gew\u00e4hlt, sondern f\u00fcr die Kritik der falschen und hochgradig widervern\u00fcnftigen Gesellschaft wesentlich, was zugleich notwendige Voraussetzung f\u00fcr deren \u00dcberwindung ist: f\u00fcr eine Gesellschaft, die universale und damit individuelle Freiheit erst erm\u00f6glicht, wo man also mit allen Konsequenzen \u201eohne Angst verschieden sein kann\u201c (Adorno 2003: 116).<\/p>\n<h3>I Kollektiver Narzissmus und Postnazismus<\/h3>\n<p>Mit den historischen Niederg\u00e4ngen islamischer Imperien kommt es zu kolonialer und darauf aufbauend kapitalistischer Marginalisierung der Region. Diese Unterlegenheit ist auch abseits der realen Verheerungen offenkundig eine schwere Kr\u00e4nkung der ApologetInnen islamischer Herrschaft. Dabei werden auch die Ideale universeller Freiheit von der islamischen Reaktion und ihrer post-kolonialen Sch\u00fctzenhilfe auf den M\u00fcllhaufen der m\u00f6glichen Menschwerdung geworfen.<\/p>\n<p>Seinen vorl\u00e4ufigen H\u00f6hepunkt gewinnt dieser Kampf (<i>Djihad<\/i>) \u00fcber die Allianz mit dem Nationalsozialismus. Letzterer liefert massive milit\u00e4rische und propagandistische Unterst\u00fctzung \u2013 gegen den gemeinsamen Feind, also alles Westliche und Moderne, personalisiert im ewigen Juden. So sieht sich die verbliebene j\u00fcdische Bev\u00f6lkerung nur drei Jahre nach dem formalen Ende des Nationalsozialismus erneut in ihrer schieren Existenz bedroht. Noch in der Gr\u00fcndungsnacht des israelischen Staates am 14. Mai 1948 leiten \u00c4gypten, Syrien, Saudi-Arabien, Jordanien, der Libanon und der Irak einen als solchen erkl\u00e4rten Vernichtungskrieg gegen Israel ein. Als f\u00fchrende Experten f\u00fcr Propaganda, Folter und Vernichtung sind nationalsozialistische Veteranen daran ma\u00dfgeblich beteiligt. Doch der Angriff kann bekanntlich unter schwierigsten Bedingungen zur\u00fcckgeschlagen werden.<\/p>\n<p>Die Niederlage gilt vielen Besiegten fortan als <i>Nakba<\/i> (\u201e<i>die Katastrophe<\/i>\u201c). Dieser Mythos des \u201e<i>Holocaust an den Pal\u00e4stinensern<\/i>\u201c dient als Relativierung der tats\u00e4chlichen Shoah und damit der Legitimierung ihrer Fortsetzung. So wird Antisemitismus vielfach konstitutiv f\u00fcr die Staaten im Nahen Osten. Auch nationale und\/oder islamische Despotie sowie entsprechender Militarismus und Aufr\u00fcstung gewinnen dabei eine versch\u00e4rfte Priorit\u00e4t vor reproduktiven Bed\u00fcrfnissen. Die Ideologie des Opfers bleibt virulent, weitere Vernichtungsversuche folgen: 1956 (Suezkrise), 1967 (Sechstagekrieg), 1978 (Yom-Kippur-Krieg), die Intifadas und heute vor allem der Terrorexport des iranischen Regimes.<\/p>\n<p>Deren Zur\u00fcckschlagung erfolgt durch eine wehrhafte israelische Armee, die auch von Frauen, Homosexuellen und Transsexuellen getragen wird. Dies d\u00fcrfte eine weitere Kr\u00e4nkung f\u00fcr die ApologetInnen des besonders brutalen islamischen Patriarchats darstellen. Auch diesem gilt letztlich alles <i>Weibliche<\/i> als minderwertig. Permanente G\u00e4ngelung, st\u00e4ndige Todesdrohungen und statuierte Exempel an AbweichlerInnen bis hin zur systematischen und lebensl\u00e4nglichen Qual durch <i>Female Genital Mutilitation<\/i> sind darin \u00fcberwiegend Normalit\u00e4t.<\/p>\n<p>Zentrales Feindbild des postnazistischen Selbst- und Weltverst\u00e4ndnisses ist folglich alles, was individuelle und zumal sexuelle Selbstbestimmung ist oder zu sein scheint, was als \u201ewestlich\u201c gilt und die Kollektive erst zersetze.<\/p>\n<h3>II Narzissmus und Gesellschaft<\/h3>\n<p>Sigmund Freud schreibt in der Traumdeutung \u00fcber den Narzissmus: \u201eF\u00fcr die uneingeschr\u00e4nkte Eigenliebe (den Narzissmus) des Kindes ist jede St\u00f6rung ein <i>crimen laesae maiestatis<\/i>, und wie die drakonische Gesetzgebung setzt das Gef\u00fchl des Kindes auf alle solche Vergehen nur die eine nicht dosierbare Strafe\u201c (Freud GW II\/III: 261, Fu\u00dfnote).<\/p>\n<p>Eine solche Strafsucht aus narzisstischer Kr\u00e4nkung findet sich nun keineswegs allein bei verzogenen Kindern, Staatsherren und IslamistInnen. Tats\u00e4chlich scheint der irrationale Hass, nicht selten in der pr\u00e4ventiven Verteidigung imaginierter Gemeinschaften, demokratisiert worden zu sein. Das <i>crimen laesae maiestatis<\/i> \u2013 die Majest\u00e4tsbeleidigung \u2013 wurde gewisserma\u00dfen zum <i>Menschenrecht auf Beleidigtsein<\/i> modifiziert.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist Aufkl\u00e4rung im falschen Ganzen letztlich nicht ohne narzisstische Kr\u00e4nkung zu haben. Die entsprechende Psychodynamik l\u00e4uft daran zumeist vorbei: Ob von Rechts bis Links, ob von opfernarzisstischen Deutschen als Weltmeister der Herzen und der Aufarbeitung, fast alle sehen sich geeint in der sogenannten Israelkritik, die sich in der massiven finanziellen Unterst\u00fctzung und politischen Legitimierung als Vernichtungswunsch offenbart.<\/p>\n<p>Auch dar\u00fcber hinaus f\u00fchlen sich die \u201evereinzelten Einzelnen\u201c (Marx) und gerne auch ganze Gruppen st\u00e4ndig entweder selbst oder stellvertretend f\u00fcr andere notorisch gekr\u00e4nkt und beleidigt: vor allem in ihren religi\u00f6sen Gef\u00fchlen, ihrer Kultur und ihrer M\u00e4nnlichkeit.<\/p>\n<p>\u201eSie f\u00fchlen sich verletzlich und benehmen sich wehleidig, auch wenn sie selbst heftig austeilen. Hinter der Lust an der Selbsterh\u00f6hung durch Erniedrigung und Beleidigung anderer steckt die Versagensangst. Das narzisstische Subjekt erf\u00e4hrt sein prekarisiertes Leben als Castingshow, in der es um das Ausw\u00e4hlen und das Ausgew\u00e4hltwerden geht. Es vergleicht sein Verm\u00f6gen mit dem anderer und leidet an der Drohung des eigenen Unverm\u00f6gens. Die Konsequenz daraus ist N\u00f6tigung zur Verhaltensauff\u00e4lligkeit: Wer stumm und blass ist, kommt am Runway nicht weiter\u201c (Edlinger 2016).<\/p>\n<p>Als Arbeitskraftbeh\u00e4ltnis austauschbar und dem Verwertungsprozess ausgeliefert, neigen sie zur Identifizierung mit m\u00e4chtigen Kollektiven, zu kompensatorisch-narzisstischem Gr\u00f6\u00dfenwahn. Das geht regelm\u00e4\u00dfig, vor allem in politischen und \u00f6konomischen Krisenzeiten, in regressive Massendynamik sowie damit in irrationalen Hass und Gewaltexzesse \u00fcber. Hier phantasieren die \u201eewig Zukurzgekommenen\u201c (Leo L\u00f6wenthal) und die \u201everfolgende Unschuld\u201c (Karl Kraus) von politisch rechts bis links die Schuldigen zielsicher im \u201eewigen Juden\u201c.<\/p>\n<p>Der blanke antisemitische Hass wird im Postnazismus jedoch meist politisch korrekt codiert: es hei\u00dft nun \u201edie da oben\u201c, \u201eder Westen\u201c, \u201eUSrael\u201c, sie hei\u00dfen nun Banker und Spekulanten, sie sind nun der leere Signifikant <i>die Macht<\/i> \u2013 seien schuld an was auch immer. Dies wird nicht selten m\u00fchelos auf die Fremden, die l\u00fcsterne und verf\u00fchrerische Frau und nicht-reproduzierenden ZersetzerInnen komplement\u00e4r erweitert, welche ebenfalls die heilige Familie und \u00fcberhaupt die jeweilige imaginierte und reale Zwangsgemeinschaft erst \u201evergiften\u201c w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Schon weil der Mensch zun\u00e4chst ein \u201eunerm\u00fcdlicher Lustsucher\u201c (Freud) und ein bed\u00fcrftiges Wesen ohne beliebig ausdehnbare Schmerzgrenzen ist, kann es keine Herrschaft ohne Konflikte und Gewalt geben. Daran werden die nunmehr gespaltenen Subjekte oftmals wahnsinnig. Dieser Zustand ist schwer ertr\u00e4glich und bedarf der Abwehr. Das geht von mehr oder weniger harmlosen Ersatzhandlungen (Sublimierung) bis hin zur pathischen Projektion. Was die deformierten Subjekte und vor allem manifeste AntisemitInnen mehr oder weniger bewusst wollen, l\u00e4sst sich entsprechend ziemlich genau an dem ablesen, was sie dem Juden unterstellen: V\u00f6lkermord, Weltherrschaft, Rachsucht, Gier, L\u00fcsternheit und Genussf\u00e4higkeit.<\/p>\n<p>Innerhalb der Kollektive, die jene Ressentiments variierend forcieren, haben wir es offenbar mit Subjekten zu tun, die ihre reale Ohnmacht im falschen Ganzen durch narzisstische Gro\u00dfartigkeit, Reinheit und Einheit irrational zu \u00fcberkommen suchen. Das kann bei Gelegenheit bis hin zur \u00e4u\u00dfersten Gewalt gesteigert werden. Diese weist auch ein instrumentell-rationales Moment auf: vor allem die Opferung anderer aber auch ihrer selbst f\u00fcr den angeblich h\u00f6heren Zweck \u2013 meist Kombinationen aus Ehre der Familie, M\u00e4nnlichkeit und Volksgemeinschaft oder <i>Umma<\/i>.<\/p>\n<p>Die eigenen Zumutungen werden zu individueller Selbstknechtung, es entsteht ein sado-masochistischer, strukturell-m\u00e4nnlicher Charakter. Dieser weist notwendig paranoide Elemente auf, weil er st\u00e4ndig die Wiederkehr des Verdr\u00e4ngten, speziell <i>weiblicher<\/i> Triebw\u00fcnsche, f\u00fcrchten muss und zu echtem menschlichen Kontakt, zu so etwas wie Hingabe ohne M\u00e4rtyrium, fast unf\u00e4hig ist. Die permanente Suche nach Objekten zur Abreaktion wird oft zur Obsession. Die Libido bleibt indes prim\u00e4r auf das (imagin\u00e4re Gr\u00f6\u00dfen-)Selbst fixiert und verarmt dadurch.<\/p>\n<p>Bei den ma\u00dfgeblichen Entstehungsbedingungen solcher Subjekte haben wir es demnach \u2013 in Form abstrakter und konkreter Herr-schaft sowie der immer damit verbundenen Gewalt, Ideologie und materiellen Verknappung \u2013 exakt mit demjenigen zu tun, was letztlich unn\u00f6tiges menschliches Leid bedeutet und f\u00fcr den \u00dcbergang in einen wahrhaft menschlichen Zustand aufzuheben w\u00e4re. Es bleibt die dr\u00e4ngende ideologiekritische Frage, warum diese objektive M\u00f6glichkeit kaum angestrebt wird und die Menschheit stattdessen wiederkehrend in Formen der Barbarei versinkt (Adorno\/Horkheimer 2000).<\/p>\n<p>Wir m\u00f6chten daher in dieser Ausgabe der <i>Gezeit<\/i> einen Beitrag zur Kl\u00e4rung der Interferenz von Antisemitismus und Geschlechterverh\u00e4ltnis leisten, wobei nicht alle Beitr\u00e4ge auf einer Rezeption der Kritischen Theorie beruhen. Entsprechend besteht innerhalb der Fakult\u00e4tsvertretung Geisteswissenschaften, als Herausgeberin der <i>Gezeit<\/i>, keine Einigkeit \u00fcber alle Inhalte der Beitr\u00e4ge.<\/p>\n<h3>III Zu den Beitr\u00e4gen<\/h3>\n<p>Wir beginnen diese <i>Gezeit<\/i> mit dem Artikel von <b>Max Rigele<\/b>, der zur historischen Entstehung von Antisemitismus und Sexismus schreibt: \u201eWer die Hexen jagt, der jagt auch die Juden\u201c.<\/p>\n<p>Der zweite Beitrag ist ein Interview von <b>Sandra Jurdyga<\/b> mit Karin St\u00f6gner, in welchem grunds\u00e4tzliche Aspekte der Interferenz von Sexismus und Antisemitismus anhand der Chancen und Probleme einer intersektionalen Herangehensweise angesprochen werden.<\/p>\n<p>Im dritten Artikel skizziert <b>Colin Kaggl<\/b> die konstitutive Neigung der autorit\u00e4ren und speziell m\u00e4nnlichen Pers\u00f6nlichkeit zu Antisemitismus und Misogynie. Die Kritische Theorie ist auch hierf\u00fcr unverzichtbare Grundlage.<\/p>\n<p><b>Brigitte Temel<\/b> schreibt \u00fcber das Verh\u00e4ltnis der Linken zur \u201eBoycott &#8211; Divestment &#8211; Sanctions\u201c-Bewegung und zu Israel, wobei letzteres bekanntlich ma\u00dfgeblich feindselig gepr\u00e4gt ist.<\/p>\n<p>Dann widmet sich <b>Till Amelung <\/b>einem Aspekt linker Verschw\u00f6rungstheorie namens <i>Pinkwashing<\/i>, wonach die israelische Politik Rechte f\u00fcr LGBT zur Kaschierung der vermeintlichen \u201eUnterdr\u00fcckung des pal\u00e4stinensichen Volkes\u201c nutze.<\/p>\n<p>Der sechste Artikel ist eine psychoanalytische Abhandlung von <b>Yasemin Makineci<\/b> zum Trauma durch den Nationalsozialismus. Als Beispiel dienen hierzu in Israel verfasste pornographische Groschenromane, die als Bearbeitungsversuche jener Traumatisierungen untersucht werden.<\/p>\n<p><b>Tom Uhlig<\/b> widmet sich in seinem Artikel dem Antisemitismus in queerfeministischen und postkolonialen Zusammenh\u00e4ngen, w\u00e4hrend <b>Frederike Schuh<\/b> anhand der Probleme und des Forschungsstandes der Erkenntnistheorie \u00fcber die Entstehung wahnhafter Wahrnehmungsmuster schreibt.<\/p>\n<p>Unsere GenossInnen aus Berlin <b>Bertolt Specht<\/b> und <b>Lilli Brandt <\/b>zeigen schlie\u00dflich am Beispiel des Otto-Suhr-Instituts sehr eindr\u00fccklich, wie sich b\u00fcrgerliche Subjekte durch den gemeinsamen Feind vereint finden.<\/p>\n<p>Den Abschluss macht <b>Colin Kaggl <\/b>mit einem Kommentar zur inh\u00e4renten Menschenfeindlichkeit des Islam und dazu, wie diese speziell von der politischen Linken als revolution\u00e4res Subjekt aufgeladen wird.<\/p>\n<h3>Literatur<\/h3>\n<p>Adorno, Theodor W. \/ Horkheimer, Max (2000). Dialektik der Aufkl\u00e4rung. Philosophische Fragmente. Frankfurt am Main: Suhrkamp.<\/p>\n<p>Adorno, Theodor W. (2003): Minima Moralia. Reflexionen aus dem besch\u00e4digten Leben. Frankfurt am Main: Suhrkamp.<\/p>\n<p>Edlinger, Thomas (2016): Ich bin beleidigt, also bin ich. http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2016-04\/beleidigungen-jan-boehmermann-dieter-bohlen-recep-tayyip-erdogan\/komplettansicht (20.6.2017)<\/p>\n<p>Freud, Sigmund (1900): Die Traumdeutung. GW II\/III, 3. Aufl. 1961. London: Imago Publishing.<\/p>\n<p>K\u00fcntzel, Matthias (2003): Djihad und Judenha\u00df. \u00dcber den neuen antij\u00fcdischen Krieg. Freiburg: \u00e7a-ira.<\/p>\n<p>Radonic, Ljiljana (2004): Die friedfertige Antisemitin? Kritische Theorie \u00fcber Geschlechter verh\u00e4ltnis und Antisemitismus. Frankfurt am Main: Peter Lang.<\/p>\n<p>St\u00f6gner, Karin (2014): Antisemitismus und Sexismus. Historisch-gesellschaftliche Konstellationen. Baden Baden: Nomos<\/p>\n<p>Tenenbom, Tuvia (2014): Allein unter Juden. Eine Entdeckungsreise durch Israel. Frankfurt am Main: Suhrkamp.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Einleitung zu Antisemitismus und Geschlecht. Antisemitismus und Geschlecht sind zwei zentrale Elemente moderner Herrschaftsverh\u00e4ltnisse. W\u00e4hrend alles eigene Weibliche &#8211; Passive, Sinnliche, Verletzliche etc. &#8211; zumeist verdr\u00e4ngt wird, soll es im Au\u00dfen tendenziell absoluter Kontrolle und Verf\u00fcgbarkeit unterliegen. 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